Einträge im mtc. Lexikon

Hier finden Sie alles zum Thema Elektromagnetische Abschirmung und viele Antworten auf technische Fragen.

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A

Abriebbeständigkeit

Abriebbeständigkeit beschreibt die Eigenschaft eines Materials, dem Oberflächenverschleiß standzuhalten.

Abschirmmaterialien

Anwender können heute auf eine große Vielzahl an Abschirmmaterialien zurückgreifen. Angefangen bei herkömmlichen Federkontaktleisten aus Kupfer-Beryllium, über Kunststoffe, die mit leitfähigem Kohlenstoff oder mit leitenden Partikeln durchsetzt sind, bis hin zu Kunststoffen oder Elastomeren, die mit einem Drahtgeflecht überzogen sind.
Schirmwirkung, Anpressdruck, mechanische und klimatische Bedingungen und nicht zuletzt deren Verträglichkeit gilt es bei der Auswahl geeigneter Produkte zu berücksichtigen.

Absorption

Absorption bezeichnet im Allgemeinen das Aufsaugen, In-sich-Aufnehmen von etwas. Dabei kann eine Welle, ein einzelnes Teilchen oder ein Teilchenstrom in einen Stoff bzw. Körper aufgenommen werden.

Aluminium

Aluminium ist ein chemisches Element und gehört zu den Edelmetallen. Es ist ein relativ weiches Metall. Da es sehr dehnbar ist, kann es durch Auswalzen einfach zu dünner Folie verarbeitet werden. Aluminium ist ein sehr guter elektrischer Leiter.

Ampere

Ampere (A) ist die Stärke eines elektrischen Stroms, der durch einen Leiter fließt.

C

Carbon

Carbon steht für Kohlenstoff und ist ein chemisches Element. In der Natur kommt es entweder chemisch gebunden (z. B. Kohlenwasserstoff) oder in reiner Form (z. B. Diamant) vor.

CE-Kennzeichnung

In vielen europäischen Richtlinien ist festgelegt, dass Produkte eine CE-Kennzeichnung tragen müssen. Der Hersteller erklärt damit, dass das Produkt allen geltenden europäischen Vorschriften entspricht und es den vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen wurde. Es ist zu beachten, dass - anders als z. B. beim GS-Zeichen - die CE-Kennzeichnung NICHT zwangsweise von einer unabhängigen Prüf- und Zertifizierungsstelle durchgeführt werden muss.

D

Dichte

Die Dichte bezeichnet das Verhältnis der Masse zum Raum eines Körpers.

Druckverformungsrest (DVR)

Der Druckverformungsrest ist ein Maß dafür, wie sich Elastomere bei lang andauernder Druckverformung und anschließender Entspannung verhalten. Besonders bei Dichtungen aus Elastomeren ist die bleibende Verformung eine wichtige Kenngröße.
Ein DVR von 0% bedeutet, dass der Körper seine ursprüngliche Form wieder voll erreicht hat, ein DVR von 100% sagt aus, dass der Körper völlig verformt wurde.

E

Edelstahl

Bei Edelstahl handelt es sich um legierten oder unlegierten Stahl mit einem besonderen Reinheitsgrad.
In Edelstahl sind mindest. 10,5 % Chrom enthalten. Edelstahl besitzt eine bessere Korrosionsbeständigkeit durch eine Passivschicht, die als Barriere zwischen Legierung und den sie umgebenen Medien fungiert. Bei Beschädigung dieser Passivschicht stellt sie sich unter Einfluss von Sauerstoff selbstständig wieder her.

Elastomer

Elastomere sind formfeste Kunststoffe, die sich aber bei Zug- und Druckbelastung elastisch verformen und danach wieder weitgehend in ihre ursprüngliche Form zurück finden. Bei lang andauerndem, konstantem Druck kann jedoch eine Verformung auftreten. Besonders für den Einsatz von Dichtungen aus Elastomeren ist die bleibende Verformung, der Druckverformungsrest eine wichtige Kenngröße.

EMV

EMV steht für Elektromagnetische Verträglichkeit und wird in der europäischen EMV-Richtlinie wie folgt definiert: Die Fähigkeit eines Apparates, einer Anlage oder eines Systems, in der elektromagnetischen Umwelt zufriedenstellend zu arbeiten, ohne dabei selbst elektromagnetische Störungen zu verursachen, die für alle in dieser Umwelt vorhandenen Apparate, Anlagen oder Systeme unannehmbar wären.
Kurz: technische Geräte sollen sich nicht wechselseitig mittels ungewollter elektrischer und elektromagnetischer Effekte störend beeinflussen.

EMV Gesetz

EMVG bezeichnet das Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten. Es gilt für alle Geräte, die elektromagnetische Störungen verursachen können oder deren Betrieb durch solche Störungen beeinträchtigt werden kann und legt die entsprechenden EMV-Schutzmaßnahmen fest. Das Gesetz bezieht sich dabei auf alle elektrischen oder elektronischen Apparate, Anlagen und Systeme, die elektrische und elektronische Bauteile beinhalten.

EPDM

EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-Gummi und ist ein chemisch querverbundenes Elastomer. Es zeichnet sich durch sehr gute elektrische Eigenschaften, gute Ozon- bzw. Alterungsbeständigkeit und eine ausgezeichnete Flexibilität sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Temperaturen aus.

ESD

ESD ist die Abkürzung für electrostatic discharge (elektrostatische Entladung, Entladung statischer Elektrizität).
Die elektrostatische Entladung ist ein Funke, der einen sehr kurzen hohen Stromimpuls verursacht.
In der Elektronik spielt v. a. die elektrostatische Aufladung von menschlichen Körpern eine große Rolle. Durch die Entladung können elektronische Bauteile, Komponenten und Geräte beschädigt oder gar zerstört werden.

Extrusion

Bei der Extrusion wird Kunststoff oder andere zähflüssige härtbare Materialien (wie z. B. Gummi) geschmolzen und anschließend durch eine formgebende Düse gedrückt und abgekühlt. Dadurch entstehen Körper unterschiedlichster Form (entpricht dem Querschnitt der Düse) mit beliebigen Längen. Dieses Verfahren verwendet man beispielsweise zur Herstellung von Profilen.

F

FCS

Stahlkern (64 %), verkupfert (34 % min.) mit 2 %-iger Zinnauflage

Ferrite

Ferrite entstehen aus einer Mischung aus Eisenoxyd, Nickel, Zink- oder Manganoxyden und haben eine kristalline Struktur. Aus diesen Materialien werden Ferritkerne oder Ferritperlen geformt. Diese verfügen über eine hohe magnetische Leitfähigkeit und werden beispielsweise eingesetzt
- in Spulen, Drosseln und Transformatoren
- in der Hochfrequenztechnik und beim Antennenbau
- zur Abdichtung von Mikrowellengeräten
- in Netzteilen und Audio-Equipment u.s.w.

Ferromagnetismus

Ferromagnetismus ( vom lat. ferrum = Eisen) ist der Grund, warum bestimmte Materialien (wie zum Beispiel Eisen) von Magneten angezogen werden, sowie selbst zu Magneten werden können. Der Ferromagnetismus ist damit die im Alltag am häufigsten zu beobachtende Ausprägungsform des Magnetismus in Materie.

Fluorsilikon

Fluorsilikone sind temperatur- und oxidationsbeständige Silikone und haben eine noch höhere Oxidations- und Chemikalienbeständigkeit als Silikone. Sie sind unlöslich in Wasser und temperaturbeständig zwischen ca. -60°C und +290°C.

G

Geflecht

Geflecht bezeichnet die Anordnung von sich kreuzenden Drähten oder Garnen. Während das Geflecht aus Drähten zur Abschirmung genutzt wird, erfüllen Geflechte aus Textil- oder Kunststoffgarnen mechanische Aufgaben.

Graphit

Graphit ist ein häufig vorkommendes Mineral. Es ist eine der Erscheinungsformen des chemischen Elements Kohlenstoff in Reinform. Graphit ist besonders hart und sehr gut elektrisch leitfähig.

GS-Zeichen

Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) bestätigt, dass ein Produkt den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Um das GS-Zeichen anbringen zu dürfen, muss das Produkt von einer zugelassenen Prüfstelle geprüft und zertifiziert sein.

H

Halogene

Halogene bestehen aus den folgenden sechs Elementen: Fluor, Chlor, Brom, Iod, Astat (radioaktiv) und Ununseptium.

Hertz

Hertz ist die Maßeinheit für die Frequenz des Wechselstroms.

HF-Strahlung

Hochfrequente elektromagnetische Wellen werden zur kabellosen Übermittlung von Daten in Frequenzen zwischen 100 kHz und 300 GHz ausgesendet. Dabei verschmelzen elektrische und magnetische Felder zu einer elektromagnetischen Welle.

Hochfrequente Strahlung wird vor allem von Radio- und Fernsehsendern, vom Radar, vom Mobilfunk und schnurlosen Telefonen, Mikrowellen und Babyphonen genutzt. Grund dafür ist die schnelle Ausbreitung ihrer Wellen sowie die große Reichweite von HF-Strahlung.

Härte

Der Begriff Härte bezeichnet im Allgemeinen den mechanischen Widerstand, den ein Werkstoff der mechanischen Eindringung eines weicheren, gleich harten oder härteren Prüfkörpers entgegensetzt. Durch den Vergleich von mehreren Werkstoffen oder Werkstoffzuständen lässt sich die Härte ermitteln.

I

I/O Shield

Das I/O Shield wird auch Anschlussblende oder ATX Blende genannt. Es ist ein Stück Blech, das hinten am PC-Gehäuse befestigt ist und die I/O Anschlüsse der Hauptplatine passgenau in das Gehäuse einbindet.
Aufgaben des I/O Shields sind, die Staubbelastung im Inneren des Rechners zu minimieren und das Gehäuse elektromagnetisch abzuschirmen. Sollen mehrere USB Geräte angeschlossen werden, so ist ein I/O Shield notwendig, da es sonst zu Störungen kommen kann.

IEC

IEC ist die Abkürzung für International Electrotechnical Commission. Diese internationale Kommission ist verantwortlich für die Normung auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik.

IP

Elektrische und elektronische Bauteile sind oft harten Umweltbedingungen (Schmutz, Staub, Feuchtigkeit etc.) ausgesetzt. Die IP-Schutzklassen beschreiben, in welchem Umfang ein Bauteil diesen Umweltbedingungen ausgesetzt werden kann, ohne beschädigt zu werden oder ein Sicherheitsrisiko darzustellen.

Die IP-Schutzklassen nach DIN 40050 werden folgendermaßen aufgeschlüsselt: IPxx
Dabei steht die erste Ziffer für den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung, die zweite Ziffer für den Schutz gegen Kontakt mit Wasser.

Nachfolgend eine Übersicht über die Schutzarten nach VDE 0710 DIN 40050:

  • erste Kennziffer: Schutz gegen Eindringen von Fremdkörpern
    0: nicht geschützt
    1: Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 50 mm
    2: Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 12,5 mm
    3: Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 2,5 mm
    4: Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 1 mm
    5: staubgeschützt
    6: staubdicht
  • zweite Kennziffer: Wasserschutz
    0: nicht geschützt
    1: Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
    2: Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn Gehäuse bis 15° geneigt ist
    3: Schutz gegen fallendes Sprühwasser schräg bis 60°
    4: Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
    5: Schutz gegen Strahlwasser
    6: Schutz gegen starkes Strahlwasser
    7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
    8: Schutz gegen andauerndes Untertauchen. Zusätzlich angegebene Zahl bedeutet maximale Tauchtiefe in Metern.

ISO 14001

Die ISO 14001 wurde 1996 eingeführt und ist ein Umweltmanagementsystem, mit dem der Umweltschutz systematisch im Management verankert wird. Dadurch werden bei allen firmenpolitischen Entscheidungen und täglichen Aufgaben die Umweltaspekte berücksichtigt.

ISO 9001

Durch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems im Unternehmen soll die Grundlage für systematische Prozessabläufe und planbare Qualität geschaffen werden. Wichtigste Ziele der ISO 9001 sind es, die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens durch effiziente Prozesse zu steigern, Praxisnähe und Kundenorientierung zu verbessern sowie die Risiken bei der Entwicklung und Einführung von IT-Systemen zu reduzieren.
Darüber hinaus liegt dem zertifizierten Unternehmen eine unabhängige Bestätigung der Qualität als Wettbewerbsfaktor vor.

Isolation

Isolation ist das Verhindern des Durchgangs elektrischer Ströme mittels nichtleitender Stoffe. Stoffe sind dann nichtleitend, wenn sie keine oder nur vereinzelte Leitungselektronen enthalten. Dazu gehören z. B. verschiedene Kunststoffe, Gummi, Glas.

K

Kabel

Mit umhüllenden Schichten (Mantel) versehene Zusammenfassung von mehreren Adern oder auch die Umhüllung einer einzelnen Ader. Die Umhüllungen schützen die Adern vor schädigenden Einflüssen aller Art. Kabel dienen dem Transport des elektrischen Stroms, der Weiterleitung von Informationen mit Hilfe des elektrischen Stroms oder der Übertragung von Informationen mit Hilfe von Lichtwellen.

Korrosion

Korrosion beschreibt die Reaktion eines Werkstoffes mit seiner Umgebung, wobei der Werkstoff merkbar verändert wird. Diese Veränderung kann die Funktion des Systems oder Bauteils beeinträchtigen.
Das Rosten ist die bekannteste Art von Korrosion. Hierbei oxidieren Metalle.

Kupfer

Kupfer ein chemisches Element. Es ist ein relativ leichtes Metall, das gut formbar ist. Kupfer ist ein hervorragender Wärme- und Stromleiter.

Kupfer-Beryllium (CuBe)

Kupfer-Beryllium ist eine Legierung von Kupfer mit 0,4 bis 2% Beryllium.

Kupfer-Beryllium-Legierungen bieten sehr gute mechanische und elektrische Eigenschaften. Die nach der Aushärtung erreichte Festigkeit ist die höchste aller Kupferlegierungen, wobei gleichzeitig eine hohe elektrische Leitfähigkeit erreicht wird. Darüber hinaus ist CuBe außerordentlich elastisch.

M

Monel

Monel ist eine Nickel-Kupfer-Legierung aus ca. 65% Nickel, 33% Kupfer und 2% Eisen. Durch den hohen Nickelgehalt verfügt Monel über eine ausgezeichnete elektromagnetische Abschirmwirkung. Darüber hinaus ist es gekennzeichnet durch eine hohe Zugfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit.
Der Name Monel ist ein geschützter Markenname der Firma Special Metals Corporation. Monel gilt als Vorläufer des rostfreien Stahls.

N

Nickel

Nickel ist ein silbrig-weißes Metall, das zu den Schwermetallen zählt. Nickel ist ferromagnetisch und ist bei Raumtemperatur gegen Luft, Wasser, Salzsäure und Laugen sehr beständig. Nickel dient als Überzugsmetall zum Korrosionsschutz („Vernickeln“) von Metallgegenständen: Wegen seiner vor Oxidation schützenden Eigenschaften werden Metalle (insbesondere Eisen) mittels galvanischer Technik für bestimmte technische Zwecke mit einer Nickelschicht überzogen.

P

Polyester

Polyester sind vielseitig einsetzbare Kunststoffe, aus denen man verschiedenste Gegenständen herstellen kann: von Textilfasern, über PET-Getränkeflachen bis hin zu CDs und Lebensmittelverpackungen u. s w.

Polyolefin

Polyolefine stellen die wichtigste Kunststoffgruppe dar. Die wichtigsten Vertreter aus dieser Gruppe sind das Polyethylen und das Polypropylen.

Polyurethan

Polyurethane sind Kunstharze oder Kunststoffe. Je nachdem, wie sie hergestellt wurden, können sie weich und elastisch oder spröde und hart sein. Besonders die Elastomere sind sehr reißfest.

R

REACH

Am 01. Juni 2007 trat die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft. Es handelt sich hierbei um eine Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Chemische Stoffe, die innerhalb des Geltungsbereichs von REACH in Verkehr gebracht werden, müssen vorher registriert werden. Die REACH-Verordnung hat in allen EU-Mitgliedsstaaten Gültigkeit.

RoHS

Am 01.07.2006 trat die EG-Richtlinie 2002/95/EG (RoHS-Richtlinie) in Kraft. Sie gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten und beschränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Diese Produkte müssen gemäß der RoHS-Richtlinie frei sein von:
• Quecksilber (Hg),
• Blei (Pb),
• Cadmium (Cd),
• 6-wertigem Chrom (Cr VI),
• Polybromiertem Biphenyl (PBB),
• Polybromiertem Diphenylether (PBDE),
• Decabromdiphenylether (DecaBDE).

S

Schirmdämpfung

Schirmdämpfung ist eine Messgröße, die die Wirksamkeit einer Abschirmung in der elektromagnetischen Verträglichkeit misst.
Der Schirm übernimmt dabei die Funktion, ein Raumgebiet, das er umgibt, gegenüber einem äußeren elektrischen Feld zu schützen. Seine Wirksamkeit wird mit der  Schirmdämpfung erfasst.

Shore-Härte

Die Shore-Härte ist ein Wertstoffkennwert für Elastomere und Kunststoffe, die vom US-Amerikaner Albert Shore entwickelt wurde. Das Härtemessverfahren erfolgt mit einer federbelasteten Prüfspitze, die maximal 2,5 mm in das zu prüfende Material eindringen kann. Das Maß für die Shorehärte ist die Eindringtiefe, wobei die Skala von 0 Shore (2,5 mm Eindringtiefe) bis 100 Shore (0 mm Eindringtiefe) reicht und 100 Shore der größten Härte entspricht.
Die Härteskala Shore A ist für besonders weiche Werkstoffe (z. B. Weichgummi) vorgesehen und verwendet als Eindringkörper einen 35°-Kegelstumpf und eine Anpresskraft von 12,5 Newton.
Shore B ist für härtere Werkstoffe (z. B. Hartgummi, Thermoplaste) vorgesehen und verwendet als Eindringkörper einen 30°-Kegel und eine Anpresskraft von 50 Newton.

Silikon

Silikon ist eine Bezeichnung für eine Gruppe synthetischer Polymere. Die Grundlage von Silikon ist Silizium.

SMD

surface-mounted device; deutsch: oberflächenmontiertes Bauelement

SMD-Bauelemente haben keine Drahtanschlüsse, sondern werden mittels lötfähiger Anschlussflächen direkt auf eine Leiterplatte gelötet.

Steckverbinder

Steckverbinder sind Bauelemente, die zum Trennen und Verbinden von Leitungen dienen. Weltweit existieren viele genormte Steckverbinder.

U

UL 94

UL 94 stellt ein Verfahren dar, das zur Ermittlung der unterschiedlichen Brennbarkeitsklassen von Kunststoffen dient. Dabei werden folgende Klassen unterschieden:

HB: eine horizontal eingespannte Probe brennt langsam ab
V-2: eine vertikal eingespannten Probe verlöscht innerhalb von 30 Sekunden
V-1: wie V-2, jedoch kein brennendes Abtropfen von Kunststoffschmelze zulässig
V-0: wie V-1, jedoch verlöscht die Flamme innerhalb von 10 Sekunden

Das UL-Prüfzeichen wird vom amerikanischen Unternehmen Underwriters Laboratories® vergeben. Eine UL-Zertifizierung bedeutet, dass repräsentative Muster des Produkts getestet und bewertet wurden und die Anforderungen von UL erfüllt haben.

Weitere Informationen unter www.ul.com

V

VA-Stahl

VA steht für Versuchsschmelze Austenit und bezeichnet rostfreien Stahl. Weitere Synonyme für nichtrostenden (rostfreien) Stahl sind z. B. Edelstahl rostfrei, Inox, Cromargan (Handelsname von WMF) oder Nirosta.
Nichtrostender / rostfreier Stahl zeichnet sich durch seine Korrosions- und Säurebeständigkeit aus.

Vulkanisation

Vulkanisation ist ein chemisches Verfahren, bei dem Kautschuk unter Einfluss von Zeit, Temperatur und Druck gegen atmosphärische und chemische Einflüsse sowie gegen mechanische Beanspruchung widerstandsfähig gemacht wird. Durch die Vulkanisation erhält Kautschuk seine dauerelastische Eigenschaft und wird industriell verwertbar.